Verein JA zum Seeuferweg

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Argumente

Die Bevölkerung am See und im ganzen Kanton ist in den letzten 20 Jahren enorm gewachsen. Entsprechend ist das Bedürfnis nach Erholungsraum grösser geworden. Die wenigen heute zugänglichen Uferstellen reichen dazu nicht mehr. Es ist ein wichtiges Anliegen, dass alle Menschen endlich vom Erholungswert der Zürichseeufer profitieren können.

Vom Bund verlangt

Im Raumplanungsgesetz ist festgelegt: „... insbesondere sollen See- und Flussufer freigehalten und öffentlicher Zugang und Begehung erleichtert werden“. Dieser Bestimmung folgend ist der Seeufer-Fussweg seit Jahrzehnten im kantonalen Richtplan eingetragen. Die Bevölkerung hat also das Recht auf einen Seeuferweg.

Der Naturschutz geht vor

Wo Uferpartien aus Gründen des Naturschutzes zu schonen sind, soll der Fussweg über Stegbauten oder von der Uferlinie abgesetzt gebaut werden können.

Der Kanton ist zuständig

Der Kanton regelte die Aufschüttungen, die zur heutigen Uferlinie führten. Er erteilte Landkonzessionen und auferlegte Grunddienstbarkeiten auf das gewonnene Uferland. Damit ein zusammenhängender Weg möglich wird, ist der Kanton gefordert. Selbstverständlich sind lokale Interessen zu beachten und die Gemeinden mit einzubeziehen. Dass dies möglich ist, zeigt der Abschnitt des Uferweges von Wädenswil nach Richterswil.

Kaum Enteignungen nötig

Ein Grossteil des Seeufergebietes ist konzessioniertes Aufschüttungsland, welches im 19. Jh. zur Landgewinnung angeschüttet wurde. Oft ist in den Konzessionen explizit vermerkt, dass das zum Gebrauch überlassene Land im Falle des Baus eines Seeuferweges an den Kanton zurückfalle. Entschädigungszahlungen sind nur dort zu erwarten, wo solche Bestimmungen fehlen. Würde an solchen Stellen ein Steg gebaut, oder der Weg ausnahmsweise abweichend von der Uferlinie geführt, bräuchte es auch dort weder Enteignungen noch Entschädigungen.

Das Geld liegt bereit

Wie das übergeordnete Strassennetz und das übergeordnete Velowegnetz so ist auch der überregionale Seeufer-Fussweg von kantonaler Bedeutung. Wie alle übergeordneten Verkehrswege ist auch der Seeuferweg aus den Mitteln des Strassenfonds zu finanzieren. Der Strassenfonds weist beachtliche Mittel aus und er wird in den kommenden Jahren noch mehr Geldzufluss verzeichnen, nachdem das Bundesgericht der LSVA-Erhöhung grünes Licht gegeben hat.

Weniger Verkehr

Ein attraktives, gut zugängliches Naherholungsgebiet reduziert den Verkehr. Wer zu Fuss in kurzer Zeit einen schönen Platz am See erreicht, benützt das Auto weniger oft.
An schönen Tagen zeigt sich in den Seequartieren der Stadt Zürich das immer gleiche Bild: Aus allen Ecken und Enden zieht es Menschen an das Seeufer. Die Folgen zeigen sich deutlich in den übernutzten Uferzonen sowie im unzumutbaren Parkplatzsuchverkehr. Dabei gäbe es rund ums Seebecken ausreichend Erholungsraum, er müsste nur endlich der Öffentlichkeit zugänglich sein! Statt schädlicher Übernutzung weniger Uferabschnitte, verteilen sich die Menschen künftig umweltverträglich um das Seebecken.

Aufwertung der Gemeinden

Zu Fuss direkt ans Seeufer. Selbst für die allermeisten Bewohnerinnen und Bewohner der Seegemeinden ist dies heute nicht möglich. Von Richterswil über Zürich bis Stäfa grenzen 16 Zürcher Gemeinden ans Ufer des Zürichsees. Sie alle werden aufgewertet, wenn ihre Bevölkerung in der Gemeinde vom See als Erholungsort profitieren kann. Mehr Komfort für die Menschen bringt Belebung der Gemeinden und somit nicht zuletzt Gewinn für das lokale Gewerbe.

Darum:

Es ist genug gewartet. Der Seeuferweg soll nun zügig realisiert werden. Das öffentliche Interesse am freien Zugang zum Erholungsraum Zürichsee ist höher zu gewichten als die Privatinteressen von ein paar Einzelnen in ihren Villen am See. Das Nutzungsrecht des Kantons auf Konzessionsland muss endlich im Interesse aller wahr genommen werden.
Zürisee für alli!

IMPRESSUM: Text und Bilder: Verein JA zum Seeuferweg, Webdesign: Monika Saxer